Könnte Arsène Wenger Gianni Infantino herausfordern?
Wichtige Punkte
- Europäische Fußballkreise wünschen sich Arsène Wenger als Gegenkandidat zu Infantino.
- FIFA-Präsident Infantino steht wegen umstrittener Reformen intern unter Druck.
- Andere prominente Kandidaten haben eine Bewerbung bereits ausgeschlossen.
- Wenger hat sich bislang nicht zu den Spekulationen um eine Präsidentschaft geäußert.
Trotz starker interner Kritik an umstrittenen Reformplänen schien die Wiederwahl von FIFA-Präsident Gianni Infantino für eine vierte und letzte Amtszeit im kommenden Jahr lange Zeit reine Formsache zu sein. Nun kursieren jedoch Berichte über eine mögliche, spektakuläre Wendung an der Spitze des Weltverbandes.
Hochrangige Vertreter des europäischen Fußballs haben gegenüber der BBC geäußert, dass sie sich den früheren Arsenal-Erfolgstrainer Arsène Wenger als Gegenkandidaten zu Infantino wünschen. Diese Entwicklung fällt in eine krisenhafte Phase der FIFA, in der Governance-Fragen und finanzielle Projekte für heftigen Zündstoff sorgen.
Die bevorstehende Sitzung des FIFA-Rates in Zürich dürfte für Infantino unangenehm werden, da er dort auf scharfe Kritik aus Europa, Nordamerika und Asien trifft. Bislang tat sich die Opposition schwer damit, eine international anerkannte und geeinte Führungsfigur zu finden, die bereit ist, gegen den amtierenden Präsidenten anzutreten.
Da bekannte Namen wie UEFA-Chef Aleksander Ceferin und Concacaf-Präsident Victor Montagliani eine Kandidatur ausgeschlossen haben, baut Infantino vor allem auf seine starke Basis in Afrika, Südamerika und Ozeanien. Angesichts dieses Vakuums rückt Wenger ins Blickfeld der Kritiker.
Wenger leitet seit 2018 die weltweite Entwicklungsabteilung der FIFA und genießt global hohes Ansehen, insbesondere durch seine frühere Trainerarbeit in Japan. Befürworter betonen, dass er für Integrität und reine Sportliebe stehe und über die nötige Unterstützung außerhalb Europas verfügt, um eine ernsthafte Alternative darzustellen.
Wenger selbst hat sich bislang nicht zu den Spekulationen geäußert und hielt sich auch im Vorfeld der Ratssitzung in Zürich bedeckt. Ob sich der erfahrene Franzose zu einer Kandidatur überreden lässt, bleibt eine der spannendsten Fragen im internationalen Fußball.
Recommended for you
Tools and services we trust to boost productivity and content workflows.
Browse picks