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China: Lebenslange Haft für Kita-Besitzerin nach Massenvergiftung von Kindern
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China: Lebenslange Haft für Kita-Besitzerin nach Massenvergiftung von Kindern

Wichtige Punkte

  • Chinesische Kita-Besitzerin nach massiver Bleivergiftung von Kindern zu lebenslanger Haft verurteilt.
  • Über 200 Kinder und Beschäftigte der Einrichtung erkrankten schwer durch giftige Zusatzstoffe im Essen.
  • Die Bleikonzentration in den getesteten Nahrungsmitteln lag um das Zweitausendfache über dem Grenzwert.
  • China hat daraufhin strengere Richtlinien für die Lebensmittelsicherheit an Schulen erlassen.

Ein erschütternder Kriminalfall um schwerste Kindeswohlgefährdung hat in China und international Entsetzen ausgelöst. Die Besitzerin eines Kindergartens in der nordwestchinesischen Provinz Gansu wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem eine Massenvergiftung mit Blei mehr als zweihundert Kinder und Mitarbeiter schwer erkranken ließ. Auslöser der Tragödie war eine skrupellose Praxis in der Küche der Heshi-Peixin-Kindertagesstätte in Tianshui: Auf Anweisung der Leitung hatten Köche ungenießbare Farbe in die Mahlzeiten gemischt, um die Gerichte farblich attraktiver erscheinen zu lassen und so neue Eltern anzulocken.

Ermittlungen ergaben, dass sowohl gedämpfte Dattelkuchen als auch Würstchenbrötchen extrem hohe Bleikonzentrationen aufwiesen. Die gemessenen Werte lagen bis zu zweitausend Mal über den nationalen Sicherheitsgrenzen für Lebensmittel. Obwohl auf den Farbeimern deutlich vermerkt war, dass es sich um giftige und für den menschlichen Verzehr ungeeignete Substanzen handelte, wurde das Toxin planmäßig eingesetzt. Die Weltgesundheitsorganisation weist darauf hin, dass Bleivergiftungen besonders für Kleinkinder verheerend sind und das zentrale Nervensystem sowie die Gehirnentwicklung nachhaltig schädigen können.

Die Justiz reagierte mit harten Urteilen auf den Skandal. Neben der lebenslangen Haftstrafe für die Kindergartenbetreiberin Li Huifang ordnete das Gericht die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe von einer halben Million Yuan an. Die stellvertretende Leiterin der Einrichtung wurde zu fünfzehn Jahren Haft verurteilt, während vier Küchenmitarbeiter Freiheitsstrafen zwischen sechs und acht Jahren erhielten. Im Zuge der Ermittlungen wurde zudem bekannt, dass einige lokale Beamte und Krankenhausmitarbeiter versucht hatten, den Vorfall durch manipulierte Bluttests und die Annahme von Bestechungsgeldern zu vertuschen.

Als Reaktion auf diesen verheerenden Vorfall haben die chinesischen Behörden umfassende Reformen zur Überwachung der Lebensmittelsicherheit an Schulen eingeleitet. Neue landesweite Richtlinien schreiben nun strenge Kontrollen für jede neue Lebensmittellieferung an Bildungseinrichtungen vor. Zudem müssen Grundnahrungsmittel wie Reis, Mehl und Speiseöl zwingend über zentralisierte und zertifizierte Beschaffungsstellen bezogen werden. Der Fall verdeutlicht auf drastische Weise die tödlichen Risiken mangelnder Qualitätskontrollen und krimineller Vernachlässigung.

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