Bus prallt am französischen Eurotunnel-Eingang auf Zug, 19 Verletzte
Wichtige Punkte
- Ein Bus kollidierte auf dem Verladebahnhof des Eurotunnels in Coquelles mit einem Güterzug.
- 19 Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht.
- Der Bahnverkehr wurde nach einer kurzen Sicherheitspause schnell wieder freigegeben.
- Eine offizielle Untersuchung zur Klärung der Unfallursache wurde eingeleitet.
Ein ungewöhnlicher Verkehrsunfall hat sich nahe dem französischen Eingang des Eurotunnels ereignet, als ein Kleinbus auf der Ladeplattform in Coquelles bei Calais mit einem stehenden Güterzug zusammenstieß. In dem Fahrzeug befanden sich Arbeiter und Lkw-Fahrer, die sich auf die Überquerung des Ärmelkanals vorbereiteten.
Bei dem Zusammenstoß wurden insgesamt 19 Insassen verletzt. Der Busfahrer sowie ein Fahrgast erlitten schwere Verletzungen und mussten mit Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen werden. Lokale Behördenvertreter gaben jedoch Entwarnung: Keiner der Verletzten schwebe in Lebensgefahr.
Der Bus blieb nach dem Aufprall auf den Rädern stehen und stürzte nicht um, erlitt jedoch erhebliche Schäden an der Front und an der Seite, wie lokale Medienberichte zeigten. Die betroffenen Passagiere waren Männer unterschiedlicher Nationalität, wobei zunächst unklar blieb, ob sich auch britische Staatsbürger unter den Verletzten befanden.
Wegen des Unfalls wurde der Bahnverkehr durch den Tunnel vorübergehend angehalten, um den Rettungskräften die Evakuierung der Verletzten zu ermöglichen. Die Unterbrechung dauerte jedoch nicht lange. Die lokale Unterpräfektin Agathe Cury bestätigte, dass der Güter- und Eurostar-Personenverkehr rasch und ohne nennenswerte Verzögerungen wieder aufgenommen werden konnte.
Das Unternehmen Eurostar teilte in einer Erklärung mit, dass seine Züge nach und von London von dem Vorfall nicht betroffen waren, da sich das Ereignis mehrere Kilometer entfernt von den regulären Passagierstrecken abspielte. Der Fahrplan für den internationalen Hochgeschwindigkeitsverkehr konnte weitgehend eingehalten werden.
Die französischen Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, um die genaue Unfallursache zu klären. Cury betonte, dass es sich um den ersten Vorfall dieser Art auf einer Ladeplattform des Eurotunnels handele, weshalb die Hintergründe der Kollision zwischen dem Kleinbus und dem abfahrenden Zug vorerst völlig unklar sind.
Der Eurotunnel verbindet als entscheidende Infrastrukturverbindung England und Frankreich unter dem Meer hindurch von Folkestone bis Coquelles. Auf dieser Strecke verkehren drei verschiedene Zuggattungen: Eurostar-Personenzüge, Güterzüge sowie Le Shuttle für den Transport von Straßenfahrzeugen und deren Fahrern.
Dank des schnellen Eingreifens der Rettungsdienste vor Ort konnte die Situation rasch unter Kontrolle gebracht werden. Während Einsatzfahrzeuge die Ladeplattformen blockierten, lief die Abfertigung von Reisenden an den Kontrollpunkten weiter, sodass der internationale Verkehr insgesamt kaum beeinträchtigt wurde.
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