Swansea-Profi Eom bei Millwall-Gastspiel Opfer rassistischer Vorwürfe
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Wichtige Punkte
- Ein 51-jähriger Mann wurde nach mutmaßlichen rassistischen Beleidigungen gegen Swanseas Eom Jisung festgenommen.
- Das Spiel wurde in der zweiten Halbzeit gemäß den offiziellen Protokollen vorübergehend unterbrochen.
- Millwall betonte seine Null-Toleranz-Politik und kooperiert vollumfänglich mit der Polizei.
- Millwalls Trainer Alex Neil erntete Kritik für seine Äußerungen zur langen Spielunterbrechung.
Die Championship-Partie zwischen dem FC Millwall und Swansea City am Dienstag, den 13. Oktober, geriet durch einen gravierenden Vorfall außerhalb des Sportlichen in die Schlagzeilen. In der zweiten Halbzeit unterbrach Schiedsrichter Edward Duckworth das Spiel für längere Beratungen mit den Trainerteams beider Mannschaften. Über die Lautsprecher im Stadion The Den wurde eine Durchsage gemacht, die vor jeglicher Form von Rassismus warnte und darauf hinwies, dass die Polizei mithilfe von Überwachungskameras nach den Tätern suche.
Swanseas Cheftrainer Vitor Matos erklärte nach dem Spiel, dass sich die rassistischen Äußerungen gegen den südkoreanischen Flügelspieler Eom Jisung gerichtet hatten, der sich zu diesem Zeitpunkt mit den Einwechselspielern am Spielfeldrand warmmachte. Matos lobte die Unparteiischen und den FC Millwall für die korrekte Anwendung des Protokolls in einer solch schwierigen Situation. Er betonte, dass der Verein bedingungslos hinter seinem Spieler stehe und derartige Vorfälle im Sport keinen Platz haben dürften.
Die Londoner Polizei reagierte umgehend auf die Vorfälle. Am Mittwoch, den 14. Oktober, wurde ein 51-jähriger Mann an seiner Wohnadresse in Kent unter dem Verdacht einer rassistisch motivierten Belästigung festgenommen. Er wurde auf eine Polizeiwache im Süden Londons gebracht und später gegen Kaution bis Mitte Januar entlassen, während die Ermittlungen andauern. Die Behörden betonten, dass man allen Berichten über diskriminierendes Verhalten konsequent nachgehe.
Millwall veröffentlichte eine Erklärung, in der der Verein den mutmaßlichen Vorfall verurteilte und seine volle Kooperation mit den Ermittlungsbehörden zusicherte. Der Club betonte seine Null-Toleranz-Politik gegenüber jeder Form von Diskriminierung und kündigte die härtestenmöglichen Konsequenzen für überführte Täter an. Gleichzeitig geriet Millwalls Trainer Alex Neil in die Kritik der Antirassismus-Organisation Kick It Out, nachdem er die Entscheidung zur langen Spielunterbrechung infrage gestellt und argumentiert hatte, dies habe den Spielfluss zerstört.
Der Vorfall überschattete das sportliche Resultat für Swansea, das durch ein späten Treffer von Ronald mit 1:0 gewann und Tabellenführer blieb. Während die juristische Aufarbeitung läuft, wird im englischen Fußball erneut über die praktische Umsetzung und Effizienz der Anti-Rassismus-Maßnahmen diskutiert.
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