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Mikel Merino erinnert sich an den Anschlag auf den Dortmund-Bus 2017
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Mikel Merino erinnert sich an den Anschlag auf den Dortmund-Bus 2017

Wichtige Punkte

  • Mikel Merino entging 2017 beim Anschlag auf den Dortmund-Bus nur knapp dem Tod.
  • Ein spontaner Platzwechsel bewahrte ihn vor schweren Verletzungen durch umherfliegende Metallteile.
  • Er nutzte das traumatische Erlebnis als mentale Stärke während seiner Verletzungsreha.
  • Trotz einer prognostizierten sechsmonatigen Pause kämpfte er sich zurück und gewann die Weltmeisterschaft.

Arsenal-Mittelfeldspieler Mikel Merino hat über jenen furchtbaren Moment gesprochen, in dem ein kurzfristiger Platzwechsel ihm bei Borussia Dortmund möglicherweise das Leben gerettet hat. Der Spanier war erst 20 Jahre alt, als der Mannschaftsbus des Vereins im Jahr 2017 auf dem Weg zu einem Champions-League-Viertelfinale gegen die AS Monaco von Sprengsätzen getroffen wurde. Drei in einer Hecke versteckte Bomben, die mit Metallstiften gefüllt waren, detonierten, als der Bus passierte.

Ein riesiges Metallstück bohrte sich schließlich direkt in die Kopfstütze des Sitzes, den Merino normalerweise beanspruchte. Da sich seine Beine an diesem Tag jedoch etwas schwer angefühlt hatten, beschloss er weiter vorne Platz zu nehmen, wo sich die Sitze verstellen ließen. In einem Interview mit The Players' Tribune erklärte Merino, dass diese kleine Entscheidung ihm womöglich das Leben gerettet habe. Er fühle sich unglaublich glücklich, überhaupt noch am Leben zu sein, und glaube, dass ein Schutzengel über ihm gewacht habe.

Der Mittelfeldspieler erinnerte sich lebhaft an das Chaos nach den Explosionen und beschrieb einen ohrenklingenden Lärm, bei dem der Bus fast umzukippen schien. Inmitten von Rauch, Brandgeruch und Schreien sah er Blut auf dem Boden des Fahrzeugs. Im Anschluss fuhr er ins Krankenhaus, um auf Nachrichten über seinen Mannschaftskameraden Marc Bartra zu warten, der wegen eines gebrochenen Handgelenks operiert werden musste. Das Spiel gegen Monaco wurde auf den nächsten Tag verschoben – eine Entscheidung, die vom damaligen Trainer Thomas Tuchel heftig kritisiert wurde. Der Täter Sergei Wenergold wurde 2018 zu einer Haftstrafe verurteilt, nachdem er die Tat gestanden hatte.

Merinos Aussagen waren Teil eines größeren Interviews, in dem er über seine bemerkenswerte Genesung von einer Ermüdungsfraktur im rechten Fuß sprach, die er sich im Februar zugezogen hatte. Die Verletzung drohte seinen Traum von der Weltmeisterschaft zu zerstören, da Ärzte eine Pause von sechs Monaten prognostizierten. Als er seiner Frau Lola davon erzählte, brach er in Tränen aus, weil ihm das Ausmaß erst durch das Aussprechen bewusst wurde.

Entschlossen, sich nicht geschlagen zu geben, nutzte Merino seine wundersame Rettung beim Dortmund-Anschlag als mentalen Antrieb, überzeugt davon, dass im Leben alles aus einem bestimmten Grund geschieht. Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, stimmte er zu, sich zwei Schrauben in den Fuß einsetzen zu lassen. Dieser eiserne Wille zahlte sich aus: Nur fünf Monate nach der niederschmetternden Diagnose kehrte er auf den Platz zurück und feierte mit Spanien den WM-Titel.

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