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Weißes Haus verteidigt neue Pressesprecherin wegen Rechtsberatung
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Weißes Haus verteidigt neue Pressesprecherin wegen Rechtsberatung

Wichtige Punkte

  • Das Weiße Haus verteidigt Pressesprecherin Katie Zacharia gegen Kritik.
  • Eine Beschwerde bei der Anwaltskammer Kalifornien wurde eingereicht.
  • Zacharia führt ihre China-Äußerung auf ein durch Hubschrauberlärm verursachtes Missverständnis zurück.
  • Medienberichten zufolge hat sie das Anwaltsexamen in Kalifornien nicht bestanden.

Das Weiße Haus hat seine neue Pressesprecherin Katie Zacharia entschieden verteidigt, während sie sich wachsender Kritik an ihren juristischen Qualifikationen und ihrem beruflichen Hintergrund ausgesetzt sieht. US-Präsident Donald Trump hatte Zacharia bei der Bekanntgabe ihrer Ernennung zunächst als Anwältin bezeichnet, und Zacharia selbst hatte sich in der Vergangenheit mehrfach so genannt. Zweifel wurden jedoch laut, als sie von einem Journalisten gefragt wurde, in welchem US-Bundesstaat sie das für die Berufsausübung erforderliche Bar-Exam abgelegt habe.

An der Seite des Präsidenten antwortete Zacharia, dies sei geschehen, als sie nach China gezogen sei. Spätere Recherchen ergaben jedoch, dass sie in keinem Bundesstaat, in dem sie jemals gelebt hat, als Anwältin registriert zu sein scheint. Als Reaktion auf die anhaltenden Fragen erklärte der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Steven Cheung, Zacharia sei hervorragend qualifiziert und äußerst kompetent, um die amerikanische Öffentlichkeit zu informieren.

Zacharia selbst veröffentlichte eine Erklärung, in der sie betonte, sie habe internationales Wirtschaftsrecht mit allen entsprechenden Qualifikationen ausgeübt. Universitätsunterlagen bestätigen, dass die 42-jährige politische Strategin im Jahr 2011 ihren Abschluss an der juristischen Fakultät der Pepperdine University in Kalifornien gemacht hat. Rechtsexperten und Kritiker wiesen jedoch umgehend darauf hin, dass ein juristischer Hochschulabschluss nicht automatisch zur Ausübung der Anwaltschaft in den Vereinigten Staaten berechtigt.

Die Kontroverse spitzte sich zu, als die Verbraucherschutz- und Beobachtungsgruppe Campaign for Accountability eine formelle Beschwerde bei der Anwaltskammer des Bundesstaates Kalifornien einreichte. Die Organisation fordert eine Untersuchung darüber, ob Zacharia sich gegenüber der Öffentlichkeit wiederholt als zur Rechtsberatung berechtigt ausgegeben hat, ohne über die erforderliche Lizenz zu verfügen – ein Verhalten, das nach kalifornischem Recht als Straftat gilt.

Zur Erläuterung der Widersprüche erklärte Zacharia gegenüber der New York Times, sie habe zu Beginn ihrer Auftritte im Kabelfernsehen die Universitätsleitung von Pepperdine gefragt, wie sie sich bezeichnen solle. Der Universitätspräsident habe ihr geraten, sich als Juristin, jedoch nicht als Anwältin zu bezeichnen. Ihre verwirrende Antwort bezüglich China führte sie auf ein Missverständnis zurück: Wegen des lauten Lärms des Hubschraubers Marine One habe sie geglaubt, der Reporter habe gefragt, wo sie nach ihrem Jurastudium gewesen sei.

Berichte des Wall Street Journal legten später nahe, dass Zacharia das kalifornische Anwaltsexamen nach ihrem Abschluss zwar abgelegt, aber nicht bestanden hatte. Personen aus ihrem Umfeld erklärten, sie habe die extrem schwierige Prüfung zu einer Zeit abgelegt, als sie ihre Hochzeit und den Umzug nach Peking plante. Während ihrer Zeit in China war sie laut ihrem beruflichen Profil als Beraterin in einer lokalen Kanzlei tätig, wobei dortige Lizenzen grundsätzlich nur chinesischen Staatsbürgern vorbehalten sind.

Während die Debatte in den Medien und politischen Kreisen andauert, hält die Regierung an ihrer Sprecherin fest. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die strengen Überprüfungen und die öffentliche Aufmerksamkeit, denen hochrangige politische Personalentscheidungen in Washington ausgesetzt sind.

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