Rabbiner Moshe Maya fordert ultraorthodoxe Wahlbeteiligung
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Originalquelle:kikar.co.il
Wichtige Punkte
- Rabbiner Maya fordert alle Ultraorthodoxen, einschließlich Boykottierer, zur Wahl auf.
- Die Stimmabgabe gilt als religiöser Protest gegen die Verhaftung von Studenten.
- Nichtwählen stärkt indirekt die politischen Gegner des Thora-Studiums.
- Ein starker politischer Block kann feindselige Gesetze und Koalitionen verhindern.
Die politische Landschaft der ultraorthodoxen Gemeinschaft in Israel ist angesichts von Debatten über die Wehrpflicht für Jeschiwa-Studenten stark polarisiert. In diesem sensiblen Umfeld richtete Rabbiner Moshe Maya, ein hochangesehenes Mitglied des Rates der Thora-Weisen, einen dringenden und ungewöhnlich scharfen Appell an die Öffentlichkeit. Während einer Konferenz in Jerusalem wandte er sich direkt an Gruppierungen wie die Jerusalemer Fraktion und die Edah HaChareidis, die Wahlen für gewöhnlich strikt boykottieren.
Historisch gesehen lehnen diese extremen Strömungen die Teilnahme am israelischen Wahlsystem ab. Rabbiner Maya argumentierte jedoch, dass die aktuelle Lage eine existenzielle Krise darstellt, die ein Umdenken erfordert. Er betonte, dass die Verhaftung von Jeschiwa-Studenten und die öffentliche Herabwürdigung von Gelehrten rote Linien überschreiten. Seiner Auslegung nach ist die Stimmabgabe zu einer unverzichtbaren halachischen Protestpflicht geworden. Wer nicht wähle, mache sich mitschuldig an den Angriffen auf das Thora-Studium.
Um möglichen Einwänden aus früheren rabbinischen Entscheidungen zu begegnen, erklärte der Rabbiner, dass frühere Autoritäten angesichts der heutigen Bedrohungen ebenfalls zur Wahl aufrufen würden. Er warnte davor, dass Stimmenthaltung die Position säkularer Parteien stärke, die eine Schließung von Jeschiwot und Zwangsrekrutierungen befürworten. Durch eine geschlossene politische Mobilisierung und ein starkes Mandat könnten die Ultraorthodoxen feindselige Regierungsbildungen verhindern und ihre religiöse Autonomie sichern.
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