Letzter Versuch für Iran-Deal? USA setzen auf Hardliner
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Originalquelle:ynet.co.il
Wichtige Punkte
- Vizepräsident Vance sucht einen direkten diplomatischen Kanal zu Mohsen Rezaei.
- Die USA sehen in Rezaei den Schlüssel für einen Konsens zu einem Atomdeal.
- Das CENTCOM hat Präsident Trump militärische Optionen präsentiert.
- Der US-Vorschlag bietet Sanktionserleichterungen gegen Atom-Beschränkungen.
Die Vereinigten Staaten befinden sich in einer kritischen Phase ihrer Iran-Politik und suchen nach dem, was möglicherweise die letzte Gelegenheit für eine diplomatische Einigung ist. Vizepräsident J.D. Vance hat eine direkte Botschaft an Mohsen Rezaei gesendet, den Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Iran und ehemaligen Kommandeur der Revolutionsgarden, in der Hoffnung, Verhandlungen zur Beendigung des iranischen Atomprogramms einzuleiten. Washington betrachtet Rezaei als den einzigen Akteur in Teheran, der über den nötigen politischen Einfluss verfügt, um einen internen Konsens für ein Abkommen dieser Größenordnung zu schmieden.
Diese diplomatischen Bemühungen laufen parallel zu wachsendem militärischem Druck. General Brad Cooper, Kommandeur des US-Zentralkommandos (CENTCOM), stattete dem Weißen Haus einen ungewöhnlichen Besuch ab, um Präsident Donald Trump verschiedene Optionen für militärische Maßnahmen gegen den Iran vorzustellen. Dieser Schritt unterstreicht die Ernsthaftigkeit der US-Regierung: Während eine verhandelte Lösung angestrebt wird, stellt man sicher, dass die militärische Option eine glaubwürdige Drohung bleibt, die bei einem Scheitern der Diplomatie sofort umgesetzt werden kann.
US-Quellen zufolge betont die Nachricht an Rezaei die Übereinstimmung nationaler Interessen. Der amerikanische Vorschlag hebt die gegenseitigen Vorteile einer wirtschaftlichen Erholung für den Iran – der derzeit unter Sanktionen und Konflikten leidet – und die Wahrung seiner Souveränität hervor, sofern Teheran überprüfbare Beschränkungen seines Atomprogramms akzeptiert. Das Hauptziel Washingtons bleibt die Verhinderung einer iranischen Atombewaffnung, eine rote Linie, die die Trump-Regierung nicht zu überschreiten bereit ist.
Diese Strategie markiert eine Abkehr von früheren Versuchen. Anfang des Jahres traf sich Vance mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf und bot eine „goldene Brücke“ der wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Austausch für ein verbindliches Atomabkommen an. Dieser Versuch scheiterte aufgrund der internen politischen Dynamik in Teheran und der eskalierenden Spannungen in der Straße von Hormus. Geheimdienstberichte deuten nun darauf hin, dass Rezaei ein effektiverer Gesprächspartner ist, da er enge Verbindungen zum Obersten Führer Mojtaba Khamenei unterhält.
Sollte ein Treffen zustande kommen, dürfte dies an einem neutralen Ort wie Istanbul oder Doha stattfinden. Das Weiße Haus erkennt, dass sich das Zeitfenster schnell schließt, und die direkte Ansprache eines Hardliners wie Rezaei ist ein kalkuliertes Risiko, um die diplomatische Sackgasse zu durchbrechen. Die Welt beobachtet aufmerksam, ob dieser Last-Minute-Versuch einen größeren Konflikt abwenden kann oder ob der Weg in die militärische Konfrontation bereits vorgezeichnet ist.
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