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Tom-Cruise-Film Digger droht ein Kinoverlust von 245 Millionen US-Dollar
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Tom-Cruise-Film Digger droht ein Kinoverlust von 245 Millionen US-Dollar

Wichtige Punkte

  • Tom Cruises Film Digger steuert auf einen Verlust von rund 245 Millionen US-Dollar zu.
  • Die weltweiten Einnahmen liegen bei 35 Millionen US-Dollar bei geschätzten Kosten von 280 Millionen.
  • Aaron Sorkins The Social Reckoning startete in den USA enttäuschend mit 5,5 Millionen US-Dollar.
  • Regisseur Alejandro G. Iñárritusts Film erhielt überwiegend negative Kritiken.

Die Filmindustrie blickt mit Sorge auf zwei beachtliche Kinoflops, die vor allem das traditionsreiche Studio Warner Bros hart treffen. Die satirische schwarze Komödie Digger, in der Tom Cruise die Hauptrolle eines Öl-Magnaten namens Digger Rockwell spielt, entwickelt sich zu einem der größten finanziellen Misserfolge der Hollywood-Geschichte. Branchenanalysten prognostizieren, dass der Film dem Studio einen Nettoverlust von rund 245 Millionen US-Dollar bescheren wird. Auslöser für diese düstere Prognose ist ein massiver Einbruch der Ticketverkäufe um etwa 60 Prozent am zweiten Wochenende, womit die weltweiten Gesamteinnahmen bei mageren 35 Millionen US-Dollar liegen.

Verursacht wurde dieses finanzielle Desaster vor allem durch die enormen Produktions- und Marketingkosten, die Medienberichten zufolge auf circa 280 Millionen US-Dollar beziffert werden. Um die Gewinnzone zu erreichen, hätte der Film nach Berechnungen von Branchenmagazinen weltweit zwischen 300 und 350 Millionen US-Dollar einspielen müssen. Darin enthalten sind bereits die Anteile der Kinobetreiber sowie anfallende Ausgaben für mögliche Oscar-Kampagnen. Ungeachtet dieser Zahlen betonte Tom Cruise kürzlich in einem Interview, dass er beim Drehen niemals an das Startwochenende denke, sondern Filme schaffen wolle, die zeitlos sind und Bestand haben.

Regie bei dem Projekt führte der gefeierte Filmemacher Alejandro G. Iñárritu, der zuvor für Werke wie Birdman und The Revenant bekannt wurde. Nach durchgehend schwachen Kritiken sah sich Warner Bros gezwungen, eine neue Werbekampagne zu starten, um das Publikum dazu zu bewegen, sich ein eigenes Bild von dem Film zu machen. Das schwache Abschneiden steht in starkem Kontrast zu den jüngsten Blockbuster-Erfolgen von Tom Cruise in etablierten Reihen wie Top Gun und Mission: Impossible. Zudem markiert Digger den letzten eigenständigen Release des Studios vor der Übernahme durch Paramount.

Erschwert wird die Situation im Entertainment-Sektor durch das schwache Abschneiden von Aaron Sorkins Sequel The Social Reckoning. Der Film, der die wahre Geschichte der Whistleblowerin Frances Haugen erzählt, spielte an seinem Startwochenende in den USA lediglich 5,5 Millionen US-Dollar ein – ein herber Rückschlag im Vergleich zu den 22 Millionen US-Dollar des Vorgängers aus dem Jahr 2010. Weltweit kam das Drama auf rund 9 Millionen US-Dollar und musste sich im Kino-Ranking anderen Titeln geschlagen geben.

Die aktuellen Negativrekorde werfen branchenweit Fragen zur Risikobereitschaft bei originellen, nicht auf Franchises basierenden Stoffen auf. Während große Fortsetzungen weiterhin verlässlich Millionen anlocken, haben eigenständige Komödien und Dramen einen schweren Stand. Die enormen Verluste von Digger dürften die Strategien großer Filmstudios in naher Zukunft maßgeblich beeinflussen.

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