
Mohamed Kordofani stellt neues sudanesisches Drama in Rom vor
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Originalquelle:variety.com
Wichtige Punkte
- Mohamed Kordofani stellt sein neues Projekt 'About Love & September Laws' auf dem MIA-Markt in Rom vor.
- Der Film ist der zweite Teil einer Trilogie über die moderne Geschichte des Sudan.
- Die Handlung spielt 1983 in Khartum und behandelt persönliche sowie politische Konflikte.
- Das Projekt vereint das internationale Produzenten- und Kreativteam von 'Goodbye Julia'.
Das sudanesische Kino gewinnt auf der internationalen Bühne weiter an Bedeutung. Der Regisseur Mohamed Kordofani, der mit seinem Erstlingswerk 'Goodbye Julia' bei den Festspielen von Cannes in der Sektion Un Certain Regard debütierte, arbeitet intensiv an seinem zweiten Spielfilm mit dem Titel 'About Love & September Laws'. Das Projekt wurde für den Koproduktionsmarkt des MIA-Marktes in Rom ausgewählt, der vom 19. bis 23. Oktober stattfindet, und hat bereits zahlreiche internationale Partner angezogen.
Produziert wird das Werk von Klozium Studios, einer Produktionsfirma, die Kordofani im Jahr 2020 gemeinsam mit dem Produzenten Khalid Awad gegründet hat. Der Film bildet das zweite Kapitel einer Trilogie, die die moderne Geschichte des Sudan beleuchtet. Für das Vorhaben bringt Kordofani das bewährte Kernteam seines Debüts wieder zusammen. Dazu gehören die Koproduzenten Marc Irmer aus Frankreich, Michael Henrichs aus Deutschland sowie Issraa Elkogali aus Schweden. Auch hinter der Kamera vertraut der Regisseur auf vertraute Kräfte wie den Kameramann Pierre De Villiers, die Filmeditorin Heba Osman, die Sounddesignerin Rana Eid und den Ko-Autor Khaled Alwaleed.
Die Handlung von 'About Love & September Laws' versetzt die Zuschauer in das Khartum des Jahres 1983. Im Mittelpunkt steht der afroamerikanische Journalist Carter, der in die sudanesische Hauptstadt reist, um einer ins Straucheln geratenen Zeitung neues Leben einzuhauchen. Dort trifft er nach zehn Jahren seinen alten Freund Nouri wieder, einen idealistischen Arzt, der einen Gegenpol zum ernüchterten Reporter bildet. Die Situation verkompliziert sich, als sich Carter in Fatin verliebt, eine neu eingestellte Mitarbeiterin.
Das Jahr 1983 stellt einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte des Sudan dar, als die sogenannten Septembergesetze eingeführt wurden und die politische sowie gesellschaftliche Ordnung des Landes grundlegend veränderten. Durch die Verbindung individueller Schicksale mit den historischen Ereignissen möchte Kordofani aufzeigen, wie politische Entscheidungen in das persönliche Leben und die Beziehungen von Menschen eingreifen. Das Drama verbindet emotionale Konflikte mit gesellschaftlicher Analyse.
Aus Perspektive der Filmwirtschaft unterstreicht die Realisierung des Projekts die Bedeutung internationaler Koproduktionen für das unabhängige Kino aus Nordafrika und dem Nahen Osten. Die Zusammenarbeit zwischen sudanesischen Kreativen und europäischen Produzenten ermöglicht die Umsetzung anspruchsvoller Stoffe trotz schwieriger Rahmenbedingungen. Die Präsenz auf Branchenplattformen wie dem MIA-Markt zeigt das anhaltende weltweite Interesse an authentischen Geschichten aus der Region.
Mit seiner Trilogie leistet Kordofani einen wichtigen Beitrag zum zeitgenössischen Weltkino. 'About Love & September Laws' verspricht, das Verständnis für die komplexe Vergangenheit des Sudan zu vertiefen und gleichzeitig die Relevanz des unabhängigen Films als Bewahrer kultureller Erinnerung zu demonstrieren.
🤔 Denkanstöße
- Wie können historische Spielfilme dazu beitragen, komplexe politische Hintergründe einem globalen Publikum vermitteln?
- Welche Rolle spielen europäische Koproduktionen für die Nachhaltigkeit des Kinos im Nahen Osten und Nordafrika?
❓ Häufige Fragen
›Was war der erste Film von Mohamed Kordofani?
Sein Debütfilm war 'Goodbye Julia', der bei den Filmfestspielen von Cannes Premiere feierte.
›Wann spielt die Handlung des neuen Films?
Der Film spielt im Jahr 1983 in der sudanesischen Hauptstadt Khartum.
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