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Ben Affleck nennt 'Justice League'-Nachdrehs den Tiefpunkt seiner Karriere
Unterhaltungby Zack SharfOriginalsprache: English

Ben Affleck nennt 'Justice League'-Nachdrehs den Tiefpunkt seiner Karriere

Wichtige Punkte

  • Ben Affleck bezeichnete die 'Justice League'-Nachdrehs als den Tiefpunkt seiner Laufbahn.
  • Warner Bros. ersetzte Zack Snyder nach einem Schicksalsschlag durch Joss Whedon.
  • Affleck übte scharfe Kritik an der massiven Einmischung des Studios in die Kreativarbeit.
  • Er zeigte sich erfreut, dass Snyder später seine eigene Version des Films veröffentlichen durfte.

Die turbulente Entstehungsgeschichte des 2017 erschienenen Blockbusters „Justice League“ wirft weiterhin ihre Schatten auf Hollywood. Kürzlich hat Hauptdarsteller Ben Affleck in einem ausführlichen Podcast-Interview eines seiner bislang ehrlichsten Urteile über diese schwierige Phase gefällt. Der Oscarpreisträger nahm kein Blatt vor den Mund, als er über die massiven Studioeingriffe sprach, die dazu führten, dass der ursprüngliche Regisseur Zack Snyder durch Joss Whedon ersetzt wurde. Für einen Schauspieler, der die Höhen und Tiefen des Filmgeschäfts bestens kennt, markiert ausgerechnet dieses Projekt den absoluten Tiefpunkt seiner Karriere.

Die Wurzeln dieser kreativen Krise liegen in einer unvorstellbaren persönlichen Tragödie. Zack Snyder, der mit Filmen wie „Man of Steel“ und „Batman v Superman“ das Fundament des DC Extended Universe gelegt hatte, musste die Regiearbeit nach dem plötzlichen Tod seiner Tochter niederlegen. Anstatt die Produktion zu pausieren oder Snyders eingespieltem Team die Kontrolle zu überlassen, traf Warner Bros. die folgenschwere Entscheidung, Joss Whedon an Bord zu holen. Whedon erhielt den Auftrag, den Tonfall des Films grundlegend zu verändern, mehr Humor einzubauen und umfangreiche Nachdrehs durchzuführen, die laut Schätzungen rund sechzig neue Drehbuchseiten umfassten.

Für die Schauspieler und das Filmteam vor Ort führte dieser abrupte Wechsel zu einem toxischen und belastenden Arbeitsumfeld. Affleck beschrieb die Erfahrung als durchweg negativ, was seiner Ansicht nach sowohl durch seine eigene damalige Verfassung als auch durch den tragischen Schatten über Snyders Familie verstärkt wurde. Der Schauspieler erklärte, dass sich die Atmosphäre am Set grundlegend falsch anfühlte, geprägt von einem tiefen Konflikt zwischen der künstlerischen Vision der Filmemacher und den rein kommerziellen Vorgaben des Studio-Manuments.

Das Resultat im Kino war sowohl bei Kritikern als auch an den Kinokassen ein herber Fehlschlag, der die Erwartungen der Fans enttäuschte. Die Situation verschärfte sich Jahre später weiter, als die Schauspielerin Gal Gadot dem Regisseur Joss Whedon vorwarf, sie während der Nachdrehs bedroht zu haben – Vorwürfe, die Whedon stets abstritt. Diese unglücklichen Umstände hinter den Kulissen wurden zum Paradebeispiel für verheerende Studioeinmischung, die talentierte Künstler vergrault und das Vertrauen des Publikums verspielt.

Trotz des Albtraums der Kinofassung fand die Geschichte für den ursprünglichen Autor schließlich ein versöhnliches Ende. Jahrelanger Druck von treuen Fans überzeugte Warner Bros. schließlich dazu, Zack Snyder die Fertigstellung und Veröffentlichung seiner ursprünglichen vierstündigen Fassung auf einer Streaming-Plattform zu ermöglichen – ein Erfolg, den Affleck öffentlich feierte. Mit etwas Abstand blickt der Schauspieler dankbar darauf zurück, dass Snyder letztlich doch noch seine wahre Vision präsentieren konnte, auch wenn die Erinnerung an den Entstehungsprozess schmerzhaft bleibt.

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